Rückwärts zu Gehen und rückwärts zu Denken kostet Mühe…
Rückwärts zu Gehen kostet Mut, wer weiß was jeder heimlich tut
Geheimes Weges Ferne Spaltung, du weißt das Stolz erfordert Haltung
Die Stimme Deines „ich“ sagt leise: schweige. Ist das Vernunft? Beherrschung? Oder einfach feige?
Beherrschung …der Gültigkeitsablauf-das haben wir alle drauf. Die Nerven, Nerven…
Und plötzlich macht das Peng! Das wird so eng, mein Freund, so eng…
Rückwärts zu denken kostet Mühe, Vergangenheit ist kein Geschenk – die muss man mühsam sich verdienen…um später an Erfahrung und erkämpfe Reife sich bedienen…
Wie kannst du, Gottesschöpfung, so bedürfnislos, sich bemitleidend gegenläufig durchs Leben wandern?
Auf einer Insel voller Einsamkeit im tiefen Ozeans sogar der Sand hat das Bedürfnis – zu spüren, des Windes Leidenshaft, des Lichtes Aufgang, des Meeres Brise, das Leben…
Du hast dich selbst an dich gewöhnt, jetzt mal die Hände hoch, wer war als Kind so richtig mal verwöhnt?
Dann schöpfe jetzt…Vorwärts, mein Freund, vorwärts!
Gedächtnis ruft: bleib hier! Nein, Danke, nicht mit mir.
Die Feigheit ruft: bleib hier! Nein, Danke, nicht mit mir.
Verzweiflung ruft: bleib hier! Nein, Danke, nicht mit mir.
Der Kellner ruft: willst du ein Bier? Nein, Danke… (Spaß), na klar, gib her!
Danke.
Klugheit des Kindes
Klugheit des Kindes, das die Welt entdeckt und fragt sich zu genüge
Erwachsen wird- und stellt nun Fest, die Welt ist eine große Lüge
Das Feld des Blickes – Wagnis, Gier, Vernunft, Verstand, Besonnenheit
Mitleides Drang des Königs Lear, des Lobens sonnige Kindheit
Des reifes Sinnige Begabung eröffnet Türen insgeheim…
Entdecker Geist -ein Drang zur spüren, die Poesie versteckter Reim
Des Geisers schöpferischen Sinnen, Mitfühlens Gnade, Witzes Korn
Erwachsen sein, vernünftig-schade…verborgter Zorn, verborgter Zorn…
Des Gegenwartes treue Muße, des träumest ewige Gestalt
Ersehnte Stille… müde Füße, erschöpfter Geist, zur alt, zur alt…
Klugheit des Kindes, das die Welt entdeckt und will die Welt verändern
Erwachsen wird- und stellt nun Fest, die Welt hat ihn verändert…
Danke.
November Tag, ein Hauch Winter, komm du zur mir, und diesen Augenblick Umschreib in Ewigkeit. Lass in den Himmel die Sommersterne Silber glänzen, hab keine Angst... Das Jahr vergeht, verbrenne Wut und Billig Glanz.
Du möchtest Fort-nun gut, dann Tanzt...Umarme mich, dein weg bestimmend, die Seelen stürzen in den Teufels tanz. Die Reise endet hier, hab keine Angst...
In liebe nehme ich das Trauer an mich, nehme mein Herz, dies ist für dich.
In Liebe für meine Mutter.
Was hinterlassen wir den Nachkommen? Die Zeit, mein Freund, die Zeit…
Was hinterlassen wir den Nachkommen? Die Zeit, mein Freund, die Zeit…
Umwerfend dein Vorhaben, erbarmungslos und dennoch jeder will dich haben
Man kann dich spüren, mit dir gehen…oder gegen dich eintreten – dich vergessen
Mit dir kann man lernen und manchmal auch führen
Und was ist deine Antwort? Das Mona Lisas Lächeln – du siehst uns zu und schmunzelst
Ein kluger Beobachter – zum Greifen nah und doch so fern…
Wir sagen: du existierst nicht, nicht wirklich. Und dennoch jeder will dich haben
Gewinnen kann man dich oder verlieren...
In Deinem Namen bedanken wir uns, man braucht dich, um zu vergessen…
Du heilst unsere Wunden
Wir opfern dich, wir investieren dich, wir verschenken dich, wir vergolden dich
Wir verschwenden dich, ja, ja, so ziemlich oft
Wir gehen mit dir mit und wir möchten mehr von dir. Wir planen…
Du bist die Einzige, die alles sah und sehen wird, du bist die Einzige die unvergänglich ist
Du schenkst uns dich, du gibt’s uns dich zum Leben
Wie gerne würde so manches jetzt die Stimme deines Herzens hören …
Wenn das kein gute Grund zum Überlegen…
Mit dir lernt man dich und deine Raffinesse schätzen, denn deines Wertes Kostbarkeit bist du…die Zeit.
DANKE
Wenn die Sünder der Gott bestraft – was tut denn der Teufel?
Superbia
Wie leisten reichlich Aussagen, warum? Man möchte nicht versagen
Verlierer sein-doch nicht mit uns, wir schnappen uns den letzten Bus
Hochmut verwechselt man mit Mut, den jeder will - und niemand tut...
Des Herzens stolze Eitelkeit, selbst Egoismus – so Wahrheit
Avaritia
Die Gier, ständig mehr, mehr, und noch ein bisschen, näher, näher!
Bekannte Sparsamkeit im Munde – bloß nicht bezahlen diese Runde
Belehren Arme- selber schuld, verzocken alles- hab Geduld…
Die kleine Spende macht dich „läufig“ und sünden- die sind doch verkäuflich!
Luxuria
Von Eifer bis zur Zärtlichkeit, erlaubt alles, so Wahrheit
Instinkten Düsterheiten pur – das nennt sich Stimme der Natur
Begehren, Dursten, Sinneslüste, Besoffenheit- na ja, Verluste?
Was ist mit Stolz und Eitelkeit, genau jetzt die Sparsamkeit…
Ira
Geliebter Zorn, Vergeltung, Rache – jetzt lacht der Satan- komm zur Sache!
Gefühlserregung mit Verlegung…Jetzt kommt die reife Überlegung
Von Streitigkeiten bis Verdruss, erzähl dem Teufel was er „muss“
Jetzt kannst du endlich Mut beweisen…verstehe…du möchtest lieber Reisen…
Gula
Verfressenheit – uns schmeckt doch alles, was für die Sünde- so banales
Wie stopfen alles rein – zugute - der Tag verplant auf die Minute
Wer Leben will-der muss doch Essen, deswegen Menschen so verfressen
Wir möchten Leben, uns beglücken, mit Essen stopfen alle Lücken…
Invidia
Emotionen…Niedertracht…der Neid was stets ins Fäustchen lacht
Wir gönnen selten, Eifersucht, jeder bekommt wonach er sucht…
Wer Macht besitzt – der will die Welt…noch mehr Macht, noch mehr Geld
Wer nichts besitzt – der nichts Versteht – wozu die Macht? Wozu noch Geld?
Acedia
Die Arbeitsscheuen, die Nichtstuer – den ganzen Tag Gemüt und Ruhe
Die Mußestunde Lebenslang – Bequemlichkeiten im Einklang
Vom Mittagsdämon rund umhüllt, von Selbstmitleid und Trott umfüllt
Die Faulheit und Ignoranz – das nennt sich Soziale Distanz!
"Kartoffelpüree auf der Gabel"
Erschafft ein Künstler Widerspruch – bekommt Erkennung und Zuspruch
Verstädnisfrage – ziemlich wage, Entschuldigung, dass ich das frage
Ein Punkt auf weißer Leinenwand in Galerie der Gegenwart
Ist das des Künstlers hohe Macht – wahrhaftig auf dem Punkt gebracht…
Eine Banane an der Wand stellt mein Verständnis an den Rand
Banane - ja, verstehe… Wand – sofort erkennt man Künstlerhand?
Ich kauf Obst und nagle fest, ist das die Kunst oder Protest
Kartoffelsäcke an der Decke – und alle starren auf die Decke…
Ich sah zuhause die Gurken - Langweilig Ihr! Was für Schurken!
Ab an die Wand! Salat kann warten…Was sagen Freunde? Na, abwarten…
Kartoffel hat mich inspiriert, ich bin auf diese Kunst fixiert
Püree auf eine Gabel schwebend – ein Künstler! Zweifellos ergebend…
Wenn Gäste kommen- bloß nicht essen, das ist doch Kunst! Kein Mittagessen…
Betrachten bitte, ja, genau! Ob jemand sagt: du bist so…Wau!
Bestimmt, da bin ich mir sicher. Was höre ich da? Was für Gekicher?
Na gut…isst bitte, lass euch das schmecken, wir starren später auf die Decken…
Ich stell den Müll mal vor die Tür, was ist? Das ist doch Kunst und kein Willkür!
Ich mach ein Zettel dran „Verkauft!“ So kommt Geschäft ja rasch in lauf!
He, he, bin ein Genie, sie zu und lerne…War doch nicht nötig, gerne, gerne…
Verstand und Kunst – ein tiefer Rauch…Bei Sinne sein - das reicht denn auch…
Danke.
„Burger“
Der Teufel sprach zu Gott: na Alter, wie immer rein und heilig?
Oh ja, mein Sohn, ich bleibe mir treu, gewissenhaft und freilich
Aha…Der Glaube an Dich verliert an der Macht, wie sagt man so? Der Teufel lacht!
Nicht nur …Diabolo…nicht nur…Die Machenschaften Deines selbst berechenbar und wage, ich habe mich mal so gefragt: kommt Glaube für Dich in Frage?
Pff...Du bist ja lustig, zweifellos. Willst du im Ernst mal wissen, was ich denke?
Diese endlose Gegend für mich ein fetter Burger, so saftig, sündhaft, schmackhaft.
mm…lecker! Die Fleischeslust beglückt all meine Sinne, das weiche Brot, das Fett was runter läuft, wenn das nun nicht die Sünde die ich Liebe, und mehr will ich, mehr, mehr!
Ah, Diabolo, ich sehe deinen Werten bist treu geblieben, gibt’s sonst was Neues in der Hölle? Was Aufregendes, worüber spricht man dort?
Wahrhaftig wenig, der gleicher Trott wie immer, die gleichen Sünden, aber…die Ausreden sind schöpferisch den je…Wat die erzählen! So blitzgescheit der Gottes Schützling. Der einer sagte letztens er sei der dreizehnte Apostel, hi, hi …Dann bin ich wohl Kohlrabi! So progressiv und rasch verändert sich die sündige Darstellung, wieso gibt’s keine neuer Sünden? Das wäre ein Progress!
Ah, Diabolo, Ich war mal jung und wollte diese Welt verändern, na ja…was soll ich sagen? Die Welt hat mich verändert.
Verbindlich … zerfällst du jetzt in Mitleid zur Dir? Dann gibt doch auf! Du bist zu schwach und alt, du brauchst Ruhe, dein wohlverdienten Ruhestand. Ich fühle mich so prächtig! Der Teufel lacht, der Teufel lacht, oh, ich konnte Tanzen!
Nun warte mal mit deinem Tanz…noch bin ich hier. Ich bin nicht schwach, ich bin nachdenklich. Mein Sohn hat sich für all die Menschen frei geopfert, ich frag mich ob heute diese Menschen sich für meinen Sohn geopfert hätten…
Ein Philosoph also… Oh, Oh, na endlich erkennst du die Wahrheit! Natürlich nicht, Pff… du bist echt lustig! Ich amüsiere mich so prächtig heute. Ich hole mir mal ein Burger, frisch gegrillt, wills du auch mal einen Probieren?
Na gut, bring mit, was sollst…
Nun sitzen Gott und Teufel auf der Erde, der eine ist nachdenklich, der andere ist bestgelaunt.
Wie endet die Geschichte? Erzähle du das…
Danke.
„Die Strafe des Lügners ist nicht, dass ihm niemand mehr glaubt, sondern dass er selbst niemandem mehr glauben kann.“ — George Bernard Shaw
Inkontinenz der Mächtigen oder Who ist Who?
Hochmut, Anmaßung, Arroganz - was für gelungene Bilanz
Die Macht der Mächtigen ist sagend, so hervorragend, so absagend…
Sich selbst zu lieben, gleicht Snobismus, Selbstherrlichkeit des Populismus
Des Neides Schadenfreude lobend- die Zeit ist gnädig, so erprobend…
Inkontinenz…das sagt man leise - deswegen sitzen die in Scheiße
Impertinenten Stichelei - Urin und Scheiße steuerfrei
Des Zornes treuer Fanatismus von Tiefenrausch bis Narzissmus
Oh nein, das nennt sich Leidenschaft, nicht jeder kann - denn jeder schafft…
Gefühlserregung so umstritten von breiten Ärschen bis zu Titten
Trägheit -na ja, wir haben Zeit, Gleichgültigkeit - wem tut das Leid?
Humanität globaler Wirkung, Vortäuschung freundliche Abwicklung
Na ja, das wird schon…lass dich treiben, Gesetze kann man ja umschreiben…
Erstreckte Hand von Ausmaß, Habgier, Geiz, Besitz und Hass
So sparsam -sieht man, Nizza, Cannes, nicht jeder schafft – den jeder kann…es
Die Rentner wühlen in dem Müll – die Wahl steht an -von Müll zur Müll…
Die Völlerei und Schaufint – man fragt sich echt – wer wir sind?
Inkontinenz – was soll das heißen? Wer Essen kann - der muss mal scheißen!
Wollust ist öffentlich verboten – das sorgt gewiss für schlechte Quoten
Von Lust, Manie bis Geilheit – der Rest kämpft tapfer für Freiheit
Der nichts besitzt kämpft für Umwelt, die Reichen für noch mehr Geld
Wir sehen zu, was solls...die Gier – zum Scheißen braucht man Papier…


